Vom 28. bis 31. März 2026 werde ich an der Akademie für Kunst und Leben einen Kurs bei der Künstlerin Eva Kalien besuchen. Der Workshop trägt den Titel „Transparenz und Verdichtung“ und beschäftigt sich mit der Entwicklung vielschichtiger Bildräume durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien und Arbeitsweisen.
Ausgangspunkt sind dabei Schichtungen aus Tusche, Zeichnung, kreidigen Verreibungen, opaken Farbflächen und Aquarell- bzw. Acrylfarben. Mit Farbe wird nicht nur gemalt und gezeichnet, sondern auch gewischt, mit den Fingern verteilt, gedruckt oder geschüttet. Durch diese unterschiedlichen Spuren entstehen langsam verdichtete Bildflächen, die einen erzählerischen und oft auch poetischen Charakter entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von lebendigen Linien, Rhythmen und einem individuellen „Erzeugen von Spuren“, das bewusst mit dem negativen Raum der Bildfläche arbeitet.
Für meine eigene künstlerische Arbeit ist dieser Ansatz besonders spannend, weil er genau dort ansetzt, wo ich mich aktuell weiterentwickeln möchte. Meine bisherigen Arbeiten sind stark durch Zeichnung und Aquarell geprägt. Dabei interessiert mich zunehmend die Frage, wie sich aus klaren Strukturen und Beobachtungen vielschichtigere Bildräume entwickeln lassen, in denen Transparenz, Überlagerung und Verdichtung miteinander in Beziehung treten.
Der Kurs bei Eva Kalien ist für mich deshalb eine Gelegenheit, neue Arbeitsweisen kennenzulernen und meine eigene Bildsprache in diese Richtung weiter zu öffnen. Besonders reizvoll erscheint mir die Verbindung von Zeichnung, Aquarell, Acryl und experimentelleren Materialspuren – also ein Arbeiten mit Mischtechniken (Mixed Media) zwischen Kontrolle und offenem Prozess.
Ich bin gespannt, welche Impulse aus diesen vier intensiven Tagen entstehen werden. Im Anschluss werde ich im Journal einige Eindrücke und Ergebnisse aus dem Kurs teilen.
Bildquelle: Eva Kalien
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