Ein Teil meiner aktuellen Arbeit entsteht aus Studien zu architektonischen Fragmenten. Ausgangspunkt sind häufig einfache Motive – Häuser, Mauern oder Stillleben –, die zunächst als strukturgebende Formen dienen. Mich interessiert dabei weniger die exakte Darstellung als die Frage, wie sich Konstruktion und malerische Auflösung im Bildraum begegnen.
Die drei hier gezeigten Arbeiten sind in diesem Sinne als Versuche zu verstehen.
In der ersten Studie arbeite ich mit reduzierten Grauwerten und klaren Volumen. Die Formen der Flacons dienen vor allem dazu, das Verhältnis von Fläche, Linie und Licht zu untersuchen.

In der zweiten Arbeit wird ein architektonisches Motiv zum Ausgangspunkt. Inspiriert durch ein Gemälde von Pete Monaghan habe ich die Bildstruktur in das Medium Aquarell übertragen. Dabei ging es vorrangig um die Frage, wie sich die Spannung zwischen stabiler Konstruktion und aufgelöster Fläche im Medium Aquarell entwickeln lässt.

Die dritte Arbeit führt diesen Ansatz weiter. Farbe tritt stärker in den Vordergrund, während die architektonischen Elemente zunehmend fragmentiert erscheinen. Linien, Farbläufe und Überlagerungen beginnen, die ursprüngliche Struktur teilweise zu überdecken.

Solche Studien sind für mich zukünftigein wichtiger Teil des Arbeitsprozesses. Sie erlauben es, Motive zu überprüfen, Bildstrukturen zu variieren und neue Möglichkeiten der Verbindung von Linie und Fläche zu erkunden.
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